Kontakt
Impressum
Mopszucht
Willkommen
Nasenlüge
Mopsfarben
Aktuell
Alles über "Beige"
Fakten und Theorien!
Die Farben im Mops
Genetik
Alles über Beige
Alles über Schwarz
Alles über Brindle
Sable
Weiss (Cream)
Schecke (k^y)
mopsnet-mopsfarben003005.jpg mopsnet-mopsfarben003003.jpg
Ist das eine bunte Mischung?

Sie glauben mir nicht?? Es ist eine genetisch nachweisbare Tatsache!!!

Nennen wir nun den Farb-Genotyp des „nicht schwarzen Mops", ky-Mops und beschäftigen uns einmal mit der Fellbeschaffenheit dieser. Haben Sie sich schon einmal die einzelnen Haare Ihres ky- Mops genauer angesehen? Nein? ….Dann wird es aber Zeit.

Der ky-Mops besitzt entgegen den meisten schwarzen Möpsen ein „doppeltes" Fell, also er hat auch eine so genannte Unterwolle. Diese Unterwolle ist heller als das Deckhaar. Hat Ihr Mops einen tief schwarzen Aalstrich(was leider sehr selten ist), werden Sie sehen, dass die Haare aus diesem, vom Ansatz bis zur Spitze komplett schwarz durchgefärbt sind. Hat Ihr Mops einzelne oder viele dunkle oder schwarze Haare über den Rest des Körpers verteilt, werden Sie bei näherer Untersuchung und Betrachtung dieser Haare feststellen, dass sie vom Ansatz bis circa zur Hälfte aufgehellt oder gar weiß erscheinen. Auch der Rest des Haarkleides, welches eine „reine" Farbe, ohne schwarz hat, ist nicht einfarbig. Dies ist jedoch bei sehr hellen Möpsen schwer zu erkennen. Was Sie sicher schon lange bemerkt haben ist, dass Ihr Mops an den Bereichen des Halses, der Schulter und der Flanken hellere Fellpartien hat. Auch ky-Möpse können weiße Brustflecken haben, meist fallen sie jedoch bei sehr hell-beigefarbenen Exemplaren nicht auf.

Nun werten wir doch unsere Erkenntnisse aus:
Wir haben einfarbig schwarze Haare, zweifarbige Haare mit schwarzen oder dunklen Spitzen und wir haben eine „Grundfarbe". Dies sind alles Fakten die auf dem A-Locus, durch das vorhandene ay Allel, hinterlegt sind: Sandfarben, gelb oder rot („Grundfarbe"), Sattelzeichnung aus durchgefärbten schwarzen Haar (deutlicher Aalstrich) und was unter die Bezeichnung „sable" fällt, wenige bis sehr viele Schwarze Haare im Fell verteilt, bei denen auch nur die Haarspitzen der einzelnen Haare schwarz gefärbt sind (dunkle bis schwarze Schattierung durch das zweifarbige Haar).

Eine sehr wichtige Rolle bei der Färbung der Haare spielen die Pigmente (Melanine), Eumelanin welches im schwarzen und braunen Haar dominiert und das Phäomelanin, welches als Rot-Pigment beim Hund für sandfarben, Gelb und Rehfarbe (rotbraun) verantwortlich ist.

Sie werden nun fragen: Warum aber so große Unterschiede in der Intensität der Farben?
Diese unterschiedlichen Schattierungen kommen in sehr vielen Rassen vor, leider konnten noch nicht alle verantwortlichen Gene gefunden werden. Aufgrund vieler Zuchtdaten wird jedoch auch von Wissenschaftlern angenommen, dass diese Gene existieren und Aufhellungen und Farbintensität im Hundefell kontrollieren.
So nimmt man z.B. an, dass ein Gen G progressives Ergrauen verursacht oder ein sog. Chinchilla-Gen C^ch, Melanin und Phäomelanin aufhellen kann. Interessant wird es beim vermuteten Gen I, welches die Intensität des Phäomelanin im Haar beeinflusst.

Dieses Gen I kann, wenn wir von seiner Existenz ausgehen, sehr vieles in der Farbschattierung des Mops erklären.

Auch das Dilute-Gen (d) muss erwähnt werden, denn es kommt nachweislich in unseren Möpsen vor! Es kann das Verschwinden des Aalstrich, sowie das Verblassen der Maske und der Ohren erklären!

 

….„graue Theorie":

Bereits 1941 schrieb ein russischer Wissenschaftler, dass es ein Gen geben muss welches die Intensität der Farbe beeinflusst. Er nannte es damals Int.
Die Spekulationen über dieses Gen blieben bis heute erhalten und so wurde es in der aktuellen Genforschung mit dem Gen-Lokus I bezeichnet, obwohl es bis dato nicht identifiziert werden konnte. Dieses Gen muss eine, mehr oder weniger starke Aufhellung von Phäomelanin bewirken.
So wird aus einem roten ein falbenfarbener, und aus einem gelben ein cremfarbener und aus beiden Farben kann sogar ein fast „weißer" Hund werden.
Was ist aber mit „sable"? Schwarze Haare haben kein Phäomelanin!!
Doch!! Wie wir bei unserer „Haaruntersuchung" feststellten, haben unsere Möpse auch zweifarbige „Sable"-Haare. Der Ansatz beinhaltet also Phäomelanin und nur die Spitzen haben Eumelanin. Also kann sich der Ansatz durch das vermutete Gen I aufhellen. Die Unterwolle ist hell ohne Melanin und hellt ebenso auf!

Beginnen wir mit den nachweisbaren Tatsachen:
 
Der Grund-Farb-Genotyp des Mops sieht nach dem heutigen Wissensstand so aus:

a^y/a^y - E^M/E^M
der "beigefarbene" Mops unterscheidet sich zum schwarzen Mops am K-Lokus, er hat dort die Allele
k^y/k^y (früher bezeichnet als k/k)
 
Nun, was bedeutet das???
Nach dem neuesten Stand der Genforschung beim Hund...
 
a^y
ist ein Allel auf dem A-Locus und sagt folgendes aus:
Das Allel a^y (fawn/sable) führt zu sandfarbenen, gelben oder rotbraunen Tieren, die manchmal eine Sattelzeichnung aus durchgefärbten, schwarzen oder einzelnen dunklen Haaren im Fell haben.
Sable bedeutet aber auch, dass…… wenige bis sehr viele Schwarze Haare im Fell verteilt sein können, bei denen auch nur die Haarspitzen der einzelnen Haare durch Eumelanin schwarz gefärbt sind (sieht aus wie Bänderung, ist aber nicht aw, was für wildfarbig steht!). Ausmaß und Anzahl der schwarzen Haare und Haarspitzen können variieren und tragen so u. a. zu unterschiedlichen Nuancen im Fell bei.
 
E^M
Das Allel E^M befindet sich auf dem E-Locus, es ist gegen E und e dominant und führt zur Ausbildung einer „Melanin-Maske". Diese Gesichtsmaske kann schwarz, grau oder braun sein.
 
k^y
Das Allel k^y befindet sich auf dem K-Locus und sagt aus, dass Phäomelanin produziert werden kann, der Hund ist daher im Aussehen nicht schwarz. Das bedeutet in diesem Fall: Die Farbgebung die auf dem A-Locus hinterlegt ist, ist auch die sichtbare Farbe, also alle Farben die unter a^y beschrieben sind!!!
 
Also wie sieht die Farbe dieses Genotyps aus?
Alle Möpse auf folgenden Bildern sind im Farb-Genotyp
a^y/a^y - E^M/E^M - k^y/k^y
mopsnet-mopsfarben003002.jpg
Hier ein Beispiel wie sich z.B. Apricot durch das Gen I verändern kann
mopsnet-mopsfarben003001.jpg
Weiter zu "Sable"